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Paulsen und die Rhylk’sche Methode des Nicht-Rauchens

Ein Rhylk denkender Paul, der wiederum an das Nichtrauchen denkt.

Lange waren die Mitglieder von Apuan Entertaimning stolze (und dadurch ein wenig dumme) Raucher. Nach und nach kamen auch die Apuaner hinter das dunkle Geheimnis, das Raucher zwar unter Umständen cooler aussehen, aber dafür an vielen anderen Stellen Abstriche machen müssen.

Schließlich war es Rhylk, der eine narrensichere Methode entwickelt, ein Schlussstrich zu ziehen und das Rauchen ein für alle Mal aufzugeben. Weil der schreibfaule Rhylk nicht dazu bereit war, seine Methodik auf Apuan Entertaimning zur Verfügung zu stellen, musste ich eigenständig in einem Selbstexperiment die Wirksamkeit prüfen… und habe nun über einen Monat kein nikotinhaltiges Produkt inhaliert. Nun also zu den wenigen Schritten zur Nikotinfreiheit:

1. Der innere Wunsch, aufzuhören.

Leider reicht der Wunsch dazu, den Wunsch zu haben, aufzuhören, nicht aus. Das habe ich über viele Jahre hinweg gemerkt. Bei Rhylk hat dieser Schritt viele Wochen gedauert, bei mir waren es mehrere Monate. Aber sobald sich der Wunsch manifestiert, aufzuhören, bietet es sich eigentlich direkt an, weiter zu Schritt 2 voranzuschreiten.

2. Das „Change your Mindset – Video“

Für mich war das Video der absolute Game Changer. Rhylk sah das Video und wurde dann aufgrund externer Umstände das erste Mal dazu verdammt, 24 Stunden nicht zu rauchen. Er stieg daraufhin auf IQOS um dampfte diese dann noch ein Dreivierteljahr weiter, bevor er den Wunsch entwickelte, ebenfalls mit diesen komplett aufzuhören.

Was mich bei diesem Video so abgeholt hat, war die Perspektive aus Sicht eines Ex-Rauchers und den vermeintlichen Gründen, die immer wieder genannt werden, warum Menschen mit dem Rauchen aufhören sollten. Die häufigsten genannten sind Gesundheit und Geld. Warum die meisten Menschen weiter rauchen ist die Angst vor dem Entzug.

Der Game Changing Moment für mich war die Tatasche, wie wundervoll dargestellt wird, dass der einzige vermeintliche Vorteil von Zigaretten ebenfalls eine Lüge ist: Der Abbau von Stress. Nikotin ist nicht der Grund für den Abbau von Stress, stattdessen baut Nikotin über das grundsätzliche Maß an Stress nur zusätzlichen Stress auf, der dann in einem ewig währenden Zyklus des Rauchens auf- und abgebaut wird.

Ich war seit etwa 6 Jahren Verwender einer E-Zigarette und hatte mich nie getraut, einen ernsthaften Entzug vorzunehmen. Auf das langjährige Drängen von Ronja (mit geduldigen Abschnitten dazwischen) blieb das Thema in meinem Kopf aber immer präsent, und mit dem Lungenkrebs-Tod meines Onkels hatte ich nun den letzten Antreiber gefunden, um einen Versuch zu wagen. Die Vorstellung, für den Rest meines Lebens auf eine E-Zigarette angewiesen zu sein, die meinen Alltag bestimmt, schien mir deutlich gruseliger, als die nächsten Wochen, in denen ich die E-Zigarette nicht bekam, aber im Anschluss auch nicht mehr bräuchte.

3. Die Letzte Kippe

Dies war der letzte Schritt, den Rhylk und ich gemeinsam gemacht haben. An einem schönen Ort hat Rhylk seine letzte IQOS gedampft und sein erstes Nikotinpflaster aufgeklebt. Ich schaute mir ein letztes Mal das Motivationsvideo an und rauchte dann einen letzten Joint, an der E-Zigarette zog ich im Anschluss nicht mehr. Ich klebte mir ebenfalls ein Nikotinpflaster auf und der Anfang vom Ende begann.

4. a) Nikotin-Pflaster und Vape-Stick

Der eigentliche Weg der Rhylk’schen Methode. Nach der letzten Zigarette geht man einfach den auf der Packungsbeilage empfohlenen Weg des Entzugs (z.B. 3 Wochen starke Pflaster, 3 Wochen mittlere Pflaster, 2 Wochen leichte Pflaster) und lässt die Pflaster dann vollständig weg. Bei Bedarf kann zu einem nikotinfreien Vape-Stick gegriffen werden, um den oralen Reiz zu befriedigen. Irgendwann sollte dann von alleine das Bedürfnis nach dem Vape-Stick nachlassen.

4. b) Nur Nikotin-Pflaster

Ich wollte unbedingt auf den Stick verzichten, weil ich ohnehin schon zuvor viel zu viel an einem Vapestick gezogen habe und die Angewohnheit zwingend ablegen musste. Ich habe 3 Wochen die mittleren Pflaster verwendet und verwende gerade die letzten der leichten Stärke.

5. Freiheit

Der Weg zur Freiheit ist nun geebnet. Jetzt muss er nur noch weitergegangen werden. Ausrutscher sind nicht schön, aber können passieren. Das wichtigste bleibt, sich immer wieder den Grund fürs Aufhören vor Augen zu führen. Das hat mir in den ersten Stunden und Tagen am meisten geholfen.

Auf mehr Geld, weniger Stress und ein längeres Leben!

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Paulsen ist Marketing Manager und schreibt für sein Leben gern. 99% des Contents auf der Seite stammt aus seiner mittlerweile schon brüchigen Feder.

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